
Nach den langen Kriegsjahren ohne Fasching organisierte Otto Nagler 1949/50 den ersten Silvesterball, der sich bis weit in die 60er bewährte und über Bäumenheims Grenzen (vor allem wegen der Tombola) hinaus bekannt wurde. In den 50er und 60er Jahren waren es dann hauptsächlich die Vereine und manche Betriebe, die die Bälle organisierten. Die Hochburg im Fasching war die ,,Dechentreitergaststätte“ auch ,,Konsum“ genannt, in der auch das Metz-Kino war. Für einen Ball musste das Kino umgebaut und zum Kinostart wieder hergerichtet werden. Hier fanden z.B. der Silvesterball, Sportlerball, Sängerball, Heimkehrerball und Drossbachball statt.. Beim ,,Unterwirt" war der Feuerwehrball (den gibts heute noch) der Schützenball und der Sigelball zuhause. In der Gaststätte ,,Merz", dem heutigen CCB-Heim, wurde der Rosenmontags-ball von der Brauerei Ehnle gesponsert. Außerdem gabs noch die Hausbälle beim ,,Stern" und im Cafe Fäustle. Der Höhepunkt jeden Faschings war damals aber immer der Faschingsdienstag. Da zog der Faschingsumzug, organisiert von Otto Nagler, schon in den Morgenstunden mit Musikern der Dechentreiter Werkskapelle durchs Dorf. Otto und seine eingeteilten Kassierer gingen dann in die Geschäfte und Betriebe um Spenden einzuholen. Nachmittags war dann Kinderball und anschließend der große Kehraus, mit dem traditionellen Begräbnis des Faschings.
Der CCB-Reporter ,,Rolandos" würde sich freuen, wenn noch mehr alte Faschingsbilder oder Anekdoten vom Bäumenheimer Fasching auftauchen würden. Kann man montags ab 20 Uhr im CCB-Heim abgeben.
CCB-Reporter ,,Rolandos" auf den Spuren des Faschings in Bäumenheim
Fasching in den 50er u. 60er Jahren


So schauten sie aus, die Umzüge in den 50er Jahren - vorne mit dem Kübel zum kassieren Organisator Otto Nagler - unten die Kapelle, die den Umzug und den Kehraus spielte. In der Kapelle spielten: Dollo, Mair, Goth, Basting, Stempfle, Kria und Lecker.